CDU Grömitz – Unser Programm

Die CDU hat über die vergangenen Jahre und Jahrzehnte als stärkste politische Kraft im Ort die Entwicklung unserer Gemeinde entscheidend geprägt. Auf das Erreichte sind wir stolz. Diese erfolgreiche Politik gilt es, in den kommenden Jahren nachhaltig weiterzuentwickeln.

Auf Grundlage umfangreicher Diskussionen mit den Bürgerinnen und Bürgern wurde im August 2022 das von der CDU initiierte Ortsentwicklungskonzept (OEK) vorgestellt, das wir, ergänzt um konkrete Maßnahmen, als Nachhaltigkeitskonzept für die Gemeinde umsetzen wollen. Dazu gehört

  • Die Gemeinde Grömitz als nachhaltiger Ort zum Wohnen und Leben
  • Erhaltung und Ausbau stabiler Gemeindefinanzen zur Erreichung bestehender Anforderungen und eine nachhaltige Zukunft
  • Die klimafreundliche Gemeinde steht für CO2-Neutralität und Schutz vor Klimaereignissen
  • Mit dem Tourismus erreichen wir unsere wirtschaftlichen und sozialen Ziele. Wir wollen ihn nachhaltig entwickeln und somit negative Auswirkungen begrenzen.
    In den kommenden Jahren stehen wir vor vielen Herausforderungen, die wir hier vorstellen wollen.

Nachhaltige Gemeinde

Die CDU steht dafür, Grömitz als Lebensmittelpunkt der Einwohnerinnen und Einwohner zu erhalten und auszubauen. Junge Menschen und Familien sollen in unserer Gemeinde ihre Zukunft sehen und hier sesshaft werden.

  • ganzjährige gut bezahlte Arbeitsplätze
  • bezahlbarer Wohnraum für einheimische Familien
  • gut ausgestattete Schulen und Kindergärten
  • soziale Fürsorge und umfangreiche Freizeitangebote
  • Unterstützung des Ehrenamtes in Vereinen und Verbänden

sind deshalb Ziele unserer Politik. Mit unserem wirtschaftlichen Standbein, dem Tourismus, können wir diese Ziele finanzieren und ganzjährig attraktive Arbeitsplätze anbieten.

Wohnen in der Gemeinde

Mietwohnungsbau Trift März 23

Mietwohnungsbau Trift März 23

Grömitzer müssen sich Grömitz auch leisten können! Nach der Erstellung geförderter Mietwohnungen für Grömitzer am Ortsausgang an der B501 Richtung Cismar, hat die Gemeinde ein weiteres Projekt in Angriff genommen. Kurz vor der Fertigstellung ist das Mietwohnungsprojekt „Trift“ mit 23 Wohnungen unterschiedlicher Größe und Personenzahl. Die Vergabe wird über das „Einheimischenmodell“ für Grömitzer erfolgen und das Bewerbungsverfahren läuft.
Zwischen der Beckerkoppel und der B501 entsteht mit der „Kirchkoppel“ ein Baugebiet mit ca. 46 Grundstücken für Einfamilienhäuser und Reihenhäuser. Zusätzlich sind drei Mehrfamilienhäuser für Mietwohnungssbau geplant. Die Objekte werden mit nachhaltiger Energie versorgt; vorgesehen ist eine zentrale CO2-freie Wärmeerzeugung.
Für das Neubaugebiet in Grönwohldshorst wurde die Ausschreibung für die Erschließungsarbeiten beauftragt. Auch hier werden sich die Vergabekriterien am „Einheimischenmodell“ orientieren.
Wir begrüßen die Vorhaben privater Investoren, Mietwohnraum in der Gemeinde zu schaffen. Für die Genehmigung der Vorhaben verlangt die CDU, immer auch sozial gebundene Wohnungen zu schaffen – und das mit Erfolg! Ca. 140 Wohnungen sind hinter der Shell-Tankstelle geplant, davon Mietwohnungen für Einheimische zu 30% sozial gebun¬den, 30% frei vermietbar und 40% Eigentum für Erstwohnsitzer.
Auf dem ehemaligen „Warnow-Grundstück“ entsteht ein Mietobjekt mit 12 Wohnungen, von denen 9 Sozialwohnungen sein werden.
Wenn immer rechtlich möglich, verlangt die Gemeinde bei größeren Projekten die grundbuchliche Absicherung von Mietwohnungsbau für Hauptwohner, begrenzt den Zuwachs an neuen Zweitwohnungen und untersagt die Ferienvermietung.
Wir wollen den Wohnraum für Einheimische erhalten und ausbauen

Zweitwohnungsbau steuern
In aller Munde sind die Beschlüsse der Gemeinden Sylt und Heiligenhafen, Ferien-wohnungsbau zu verhindern. Was nicht erwähnt wird: Die Satzung in Heiligenhafen ist fehlerhaft und Sylt muss noch über 100 Bebauungs-Pläne anpassen. Wir sind schon viel weiter! Der CDU-geführte Bauausschuss hat in den vergangenen Jahren 42 Satzungen mit dem Ziel überarbeitet, die Umwandlung in Zweitwohnungen untersagen zu können. So können jetzt z.B. Teilungsgenehmigungen nach WEG versagt werden.
Natürlich wirkt sich das erst in der Zukunft aus; wir haben jetzt aber ein Werkzeug in der Hand! Das muss aber auch genutzt werden. Wir setzen uns deshalb für einen Ausbau der Kontrollen durch die Verwaltung ein. Ein erster Erfolg ist auch zu verzeichnen: Der Umbau eines Hotels in eine Apartmentanlage ist vom Tisch!

Wohnraum für Mitarbeiter
Die saisonal Beschäftigten brauchen Wohnraum. Zusammen mit dem Gewerbeverein und der DeHoGa wird der Bau eines Mitarbeiterhauses geplant. Hier sind neben finanziellen Fragen auch rechtliche Probleme zu klären. Auch das Land ist an einem solchen Vorhaben interessiert und unterstützt die Gemeinde Grömitz als Pilotprojekt.

Zusammenleben in der Gemeinde

Neu- und Ausbau von Schulen und Kindertagesstätten
Die CDU hat 2018 ein Gutachten zur Entwicklung der Kinder- und Schülerzahlen und damit des Bedarfs der Schulen auf den Weg gebracht. Die Ergebnisse sind eindeutig.
Die Schülerzahl wächst; die Grundschule und die Gemeinschaftsschule können heutige und zukünftige Anforderungen an Raumausstattung, Raumgrößen, Ganztagesangebot etc. nicht mehr erfüllen und müssen erweitert oder neu gebaut werden. Erste Planungsergebnisse liegen vor.
Ziel war und ist es, auch in Zukunft Schulen nach modernen pädagogischen Konzepten für eine wachsende Schülerzahl bereitstellen zu können. Moderne Lehrmethoden verlangen größere Klassenräume, mehr Räume für differenzierenden Unterricht, Schulsozialarbeit, u.a.m.. Ab 2026 muss die offene Ganztagsschule verpflichtend für alle Schüler angeboten werden, wir rechnen mit einer deutlichen Steigerung des Bedarfs.
Mit einer Sanierung und Erweiterung der beiden Schulen werden sich unsere Anforderungen und die der nachfolgenden Generationen nicht erfüllen lassen; beide Schulen müssen neu gebaut werden. Als Standort für den Neubau beider Schulen wird die Gildestraße zwischen Gemeinschaftsschule und Großraumparkplatz favorisiert. Die bestehenden Schulen bleiben während der Bauzeit in Betrieb, so dass Zwischenlösungen, wie Umzug in Container, nicht notwendig werden.

Wir wollen zwei Schulen an einem gemeinsamen Standort bauen

  • Zwei Schulen (eine Grundschule und eine Gemeinschaftsschule) an einem gemeinsamen Standort, mit eigenen Zugängen, eigenen Schulhöfen, eigenem Direktorium und Kollegium. Ausgerichtet an den Anforderungen der jeweiligen Schultypen.
  • Sporthalle und Sportstätten in der Nähe
  • Nutzung von Synergien durch z.B. zentrale Technik für Heizung, Klimatisierung, IT, Mensa und Aula

Es wird die größte Investition in der Geschichte der Gemeinde werden. Erste Schätzungen der Investitionsbank Schleswig-Holstein gehen von über 50 Mio. € aus; öffentliche Fördermittel stehen nur in geringem Umfang zur Verfügung. Natürlich werden wir das Projekt mit Augenmaß angehen, eins ist aber sicher:

Wir wollen die bestmöglichen Schulen für die Gemeinde

Ein Ort für die Jüngsten
Grömitz verfügt heute über 190 Plätze in Kindergärten im Alter von 1 bis 6 Jahren. Unser Ziel, Wohnraum für Grömitzer Familien zu fördern trägt Früchte und damit zu einem steigenden Bedarf. Es wurde durch ein Gutachten aufgezeigt, mit welchen Bedarf wir künftig rechnen sollten. Alle Bauprojekte und bekannten, anstehenden Veränderungen wurden berücksichtig. Im Ergebnis bedeutet dies ein zusätzlicher Bedarf für die Altersgruppe 1-3 Jahre. Die CDU unterstützt den Bau eines Kindergartens mit 3 weiteren Gruppen, neben dem neuen Feuerwehrgerätehaus hinter dem Brenkenhagener Weg.

Seniorenzentrum in Cismar
Im Oktober 2022 nahm das Seniorenzentrum „Landhaus Magnoliengarten“ in Cismar den Betrieb auf. 99 hochwertige Einzelzimmer bieten den Senioren Pflege, Hauswirtschaft und zusätzliche Betreuungsangebote in einem komfortablen Lebensraum.

Das Jugendzentrum „Red Corner“
Das Jugendzentrum “Red Corner” besteht seit 2003 als Anlaufpunkt für Kinder und Jugendliche unserer Gemeinde. Sinnvolle Freizeitgestaltung, Hilfe in Problem-situationen und Unterstützung bei praktischen Fragestellungen sind Anliegen des JUZ. Darüber hinaus ist die enge Vernetzung mit den verschiedenen Institutionen der Gemeinde (Verwaltung, Polizei, Politik) zum Wohle von Kindern und Jugendlichen hervorzuheben: Das „Red Corner“ macht sich um die Gemeinde verdient!

Kinder- und Jugendparlament

Baubeginn Pumptrackbahn Ende März 23

Baubeginn Pumptrackbahn Ende März 23

Das Kinder- und Jugendparlament bringt sich mit seinen Initiativen engagiert in die Entwicklung der Gemeinde ein.

  • Auf Antrag des Parlaments wird die Skateranlage beleuchtet, in das öffentliche WLAN-Netz eingebunden sowie um eine Pumptrackbahn für Mountainbikes ergänzt. Geplant sind ein zweiter Fußballplatz und ein Kinderspielplatz.
  • Auch die Einrichtung des Jugendstrandes erfolgte auf Initiative des Jugendparlaments. Er ist für Kinder und Jugendliche reserviert. Manchem Erwachsenen sollte das von der Verwaltung deutlicher gemacht werden…
  • Auf Antrag des Parlaments und in Zusammenarbeit mit dem JUZ wurde beschlossen, ein Projekt „Disco-Bus“ zu starten: Sicher in die Disco nach Oldenburg, Eutin und anderswo – und sicher wieder zurück.

Wir unterstützen die Ideen der Grömitzer Kinder und Jugendlichen und sind stolz auf ihr Engagement.

Feuerwehrgerätehaus und Ortswehren
Am Ortsrand an der Straße Grömitz/Brenkenhagen wird ein neues Feuerwehr-geräte¬haus entstehen. Die Kosten des Neubaus haben sich von ursprünglich ange¬nomme¬nen 9 Mio. € auf mittlerweile geschätzte 13,4 Mio. € erhöht. Die erforderlichen Mittel muss die Gemeinde allein aufbringen, da für Neu¬bau¬ten keine Fördermittel zur Verfügung stehen.
Die Feuerwehrgerätehäuser in Cismar, Guttau und Lenste ent¬sprechen nicht mehr den Vorgaben der Feuerwehrunfallkasse. Für die erforderlichen Ma߬nahmen wurden 1,2 Mio. € in den Haushalt eingestellt. Neben ihren eigentlichen Aufgaben stehen die Wehren für sozialen Zusammenhalt in den Gemeinden. Wir werden sie dabei immer unterstützen.

Vereine und Verbände
Die zahlreichen Vereine und Verbände sorgen für gesellschaftlichen Zusammenhalt und soziale Kontakte in unserer Gemeinde. Unser Dank gilt den vielen Bürgerinnen und Bürgern, die sich hierfür uneigennützig mit großem Engagement als Übungsleiter, Ansprechpartner und Betreuer einsetzen.
Die CDU wird sich auch in Zukunft dafür einsetzen, die Sportstätten und gemeind-lichen Räumlichkeiten, wie den Klosterkrug, kostenfrei zur Verfügung zu stellen.
Natürlich wollen wir die anfallenden Kosten von Übungsleitern und Helfern anteilig erstatten.

Ärztliche Versorgung
Die Grömitzer Bevölkerung wächst, die Anzahl älterer Mitbürger nimmt zu und auch die Anzahl der Urlaubenden. Alles führt zu mehr Arztbesuchen und steigenden Anforderungen an die Gesundheitsversorgung.
Wir sind froh darüber, dass die allgemeine ärztliche Versorgung in der Gemeinde gut ist, Fachpraxen fehlen jedoch und allgemein gilt, dass die Nachfrage nach Einzelpraxen abnimmt und somit auch für Grömitz die Gefahr von Schließungen bei Nachfolgefragen besteht. Wir wollen den Standort Grömitz für zuwandernde Ärzte und Ärztinnen attraktiv gestalten.
Ein Gesundheitszentrum, das flexible Teilzeit-Arbeitsmodelle ermöglicht, bekommt heute bei jüngeren Ärztinnen und Ärzten Vorrang gegenüber stressenden Einzelpraxen.
Hier wollen wir mit den Arztpraxen und den Verbänden in Gespräche über ein Ärztehaus einsteigen, um auch langfristig die Gesundheitsversorgung sicher zu stellen.

Ortsbildgestaltung und Straßenbau
Schon lange auf der Agenda ist die Gestaltung der Kirchenstraße; Pläne liegen vor. Wir wollen das Projekt wieder aufgreifen.
Der Blankwasserweg wird demnächst fertiggestellt. Viele andere Straßen, Banketten und Gehwege sind in einem schlechten Zustand und müssen unbedingt angegangen werden – von Hohenhorst bis in die Uferstraße, vom Haffkamp bis nach Poggenpohl, ob Mittelweg oder Christian-Westphal Straße.

Entwicklung der Dörfer
Die Dörfer haben sich verändert und werden sich weiter verändern. Eine landwirtschaftlich geprägte Struktur mit fußläufig erreichbarer Infrastruktur gibt es nicht mehr. Wir wollen

  • Mit Bauleitplänen Dauerwohnraum ermöglichen und Zweitwohnungen verhindern
  • Überlegungen zum Thema „Anrufbus“ oder Shuttle-Service einleiten
  • Eine Initiative „Lieferservice“ mit dem Einzelhandel gründen

Das Rathaus
Das Rathaus „platzt aus den Nähten“ und kann in der bestehenden baulichen Form den Ansprüchen eines modernen Dienstleistungsbetriebes nicht mehr so nach¬kommen, wie es auch die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen selber wünschen und beanspruchen können! In Zeiten von Personalmangel kommt hinzu, dass ein technisch attraktiver Arbeitsplatz Voraussetzung für Personalgewinnung ist. Über eine Erweiterung des bestehenden Rathauses oder sogar einen Neubau werden wir intensiv sprechen müssen.

Kommunikation
Wir haben in den vergangenen Jahren viel erreicht und haben viel vor. Zu kurz gekommen ist aber z.T. die Information der Bürgerinnen und Bürger über gemeind-liche Planungen und Umsetzungen. Natürlich tagen Gemeindevertretungen und Ausschüsse öffentlich und die Protokolle können jederzeit eingesehen werden. Wir möchten in Zukunft die Informationen verständlich aufbereitet in den sozialen Medien bereitstellen. Hierzu gehört auch, dass Bürgerinnen und Bürger eingeladen werden, am Projekt „Nachhaltige Gemeinde“ teilzunehmen.

Verkehrskonzept für die Gemeinde

Die Verkehrs- und Mobilitätssituation in der Gemeinde muss verbessert werden. Im Ortsentwicklungskonzept ist dies eine der dringendsten Forderungen. Um hier voran zu kommen, wurde auf Antrag der CDU die Verwaltung beauftragt,

  • geeignete Beratungsunternehmen für die Erarbeitung eines Verkehrs- und Mobilitätskonzeptes für die Gemeinde Grömitz herauszuarbeiten und entsprechende Angebote einzuholen. Hierbei sollte auch über die Grenze Richtung Dänemark geschaut werden, wo man bei diesen Themen teilweise schon deutlich weiter ist.
  • In Grömitzer Wohngebieten gilt an vielen Stellen schon Tempo 30. Zu prüfen ist, in welchen Straßen/Quartieren eine Tempo 30 Geschwindigkeitsbegrenzung noch nicht besteht, zur Erhöhung der Verkehrssicherheit und der Wohnqualität jedoch sinnvoll und rechtlich einrichtbar wäre.
  • Fahrradschutzstreifen, wie in der Christian-Westphal-Straße erhöhen die Sicherheit für Fahrradfahrer. Leider mussten wir zur Kenntnis nehmen, dass weitere Fahrradschutzstreifen an den nicht hinreichenden Fahrbahnbreiten scheitern. Zu prüfen ist, inwieweit das Aufbringen von Fahrradpiktogrammen auf der Fahrbahn rechtlich möglich ist. Die Infrastruktur für Fahrradfahrer muss spürbar verbessert werden!

Weiterhin wollen wir:

  • Der fließende und ruhende Verkehr muss besonders in den Hauptreisemonaten beschränkt werden. Bereits vor Grömitz muss der Suchverkehr durch ein Parkleitsystem und digitale Informationen gelenkt werden können. Park Apps und Integration von Google Maps sind vielerorts Standard – das wollen wir auch!
  • Über einen Ausbau der Parkplätze am Königsredder und hinter der Mutter-Kind-Klinik muss nachgedacht werden. Langfristig muss der Verkehr im Ort sich ändern- weniger Autos, mehr Fahrräder und andere Mobilität. Das Auto der Tagesgäste wird vor dem Ort stehen gelassen.
  • Der Shuttle-Bus zwischen Lenste und Grömitz ist defizitär; wir plädieren aber dafür, das Projekt weiter zu verfolgen. Der Bushaltepunkt in der Wichel-dorf¬straße stellt eine Belastung für Anwohner und Gäste dar. Hier muss neu geplant werden.
  • Ein Pilotprojekt „Autonomes Fahren“ als Shuttle-Service wie im Projekt „HEAL“ möchten wir anstoßen.
  • Wir wollen Fußgängern und Radfahrern Vorrang einräumen. Die neue Stellplatzverordnung schreibt strenger als vom Land vorgesehen die Anzahl der Parkplätze je Wohnung auf einem Grundstück vor. Das Zuparken strandnaher Straßen muss durch befristete Parkmöglichkeiten weiter verhindert werden. Auch die Ausweisung von „Bewohnerparkzonen“ können wir uns vorstellen: alle Bürgerinnen und Bürger mit Hauptwohnsitz sind dann „Bewohner“.
  • Die Gemeinde ist über den ÖPNV nur eingeschränkt erreichbar. Im Zuge der Beltquerung und des Ausbaus des Schienenverkehrs wird Lensahn einen neuen Bahnhof erhalten. Es muss geprüft werden, einen Shuttleservice hierher einzurichten.

Klimafreundliche Gemeinde

Die Folgen des Klimawandels betreffen auch die Gemeinde bereits seit Jahren und es heißt deshalb, Vorsorge zu treffen und Kapazitäten bereitzustellen.
In den Hauptreisemonaten ist unsere Verkehrsinfrastruktur teilweise überlastet; auch das führt, neben Beeinträchtigungen des Zusammenlebens und der Urlaubsfreuden, zu Klimaschäden. Unser Ziel ist es, unseren Beitrag zur Energiewende zu leisten und Grömitz zu einer klimaneutralen Kommune zu entwickeln.

Klimafolgen

  • Die Deichbrüche bei Dahme (Quelle: www.wirliebendahme.de) haben gezeigt, welche Macht die aufgewühlte Ostsee hat. Der Deich zwischen Grömitz (ab Hanseat) und Kellenhusen entspricht schon sehr lange nicht mehr den Küstenschutzanforderungen. Wir werden uns für eine zeitnahe Umsetzung eines Klimadeiches einsetzen.
  • Heiligenhafen ist bereits ständig von Sandabspülungen betroffen; auch wir müssen achtsam sein. Neue Buhnen, geschweige denn Befestigungswerke sind nur sehr schwer genehmigungsfähig. Wir wollen aber die bestehenden Buhnen instand halten.
  • Die zunehmende Versiegelung durch Wohn- und Straßenbauvorhaben und häufigere Starkregenfälle führen dazu, dass weniger Wasser versickern kann und es dann schneller in größeren Mengen in Richtung Ostsee fließt. Die Folge sind Überschwemmungen in Gebieten von Cismar bis nach Grömitz; in erheblichem Umfang sind Wohngebiete betroffen. Um die Anwohner zu schützen, ist es erforderlich, den Wasserfluss durch den Bau von Regenrück-haltebecken zu verlangsamen. Und: Es muss das Schöpfwerk ausgebaut werden, um den Abfluss in die Ostsee auch bei Hochwasser beschleunigen zu können

Die CO2 – neutrale Gemeinde
Wir, die Gemeinde in ihrer eigenen Verantwortung, die Bürgerinnen und Bürger und die Gewerbetreibenden, können unseren Beitrag zur Energiewende durch Verbrauchsminderung und Erzeugung regenerativer Energien leisten. Wir wollen erreichen, die Gemeindeverwaltung bis 2030 klimaneutral zu gestalten.

Wir wollen den Ausbau der erneuerbaren Energien mit

  • Einem 1000 Flächen Programm: Prüfen und umsetzen von Energieerzeugung über Wärmepumpe und Photovoltaik auf kommunalen Bestandsgebäuden und Flächen
  • In neuen B-Plänen sollen erneuerbare Energien als bevorzugte Energieträger festgeschrieben werden. U.a. in der Beckerkoppel haben sich viele Hauseigentümer auf Eigeninitiative für erneuerbare Energien entschieden; offensichtlich mit Erfolg! Im neuen Quartier „Kirchkoppel“ setzen wir auf zentrale Wärmeerzeugung mit regenerativer Energie.

In Grömitz gibt es ein umfangreiches Fernwärmenetz. Mit einer Umstellung auf regenerativ erzeugte Wärme kann die CO2-Bilanz in öffentlichen und privaten Gebäuden mit einer Maßnahme erheblich verbessert werden. Ob „Grünes Gas“ und/oder Wärmepumpen in Verbindung mit Geothermie / Luft / Wasser die Heizenergie der Zukunft liefern, muss ebenso geprüft werden, wie ein Ausbau des Fernwärmenetzes.

Aktuell wird überlegt, das Multifunktionsgebäude im Dünenpark („Dünenwelt“) mit Photovoltaik-Anlagen auf dem Dach auszustatten, so dass ein großer Teil der benötigten Energie selbst erzeugt werden kann. Geprüft wird, auch Fassadenanlagen zu integrieren.

Es wurde schon viel umgesetzt, z.B.:

  • Die öffentliche Beleuchtung wurde zu 90% auf LED umgestellt
  • Windkraftanlagen, private und gewerbliche Solaranlagen und Biogasanlagen produzieren Strom. Nach Angaben der Verwaltung ist Grömitz Nettoexporteur grüner elektrischer Energie im Umfang von ca. 24. Mio. Kilowattstunden! Das ist der Jahresbedarf von etwa 5.000 Haushalten!
  • Für einen geplanten Solarpark in Rüting haben wir die Produktion von Wasserstoff angeregt. Der Vorhabenträger wird dies umsetzen, um den produzierten Wasserstoff in einer Wasserstofftankstelle bereitzustellen, so könnten mit dem Wasserstoff möglicherweise u.a. die Müllfahrzeuge des ZVO betrieben werden.

Die Gemeinde hat eine „Potentialanalyse zur Eignung für Freiflächen Photovoltaikanlagen“ als Orientierungsbasis zur Aufstellung entsprechender Bauleitpläne erstellen lassen und verabschiedet. Ziel ist es, geeignete Flächen aufzuzeigen und besonders wertvolle Flächen zu schützen.

Als Vorbild und zur Motivation für alle Bürgerinnen und Bürger ruft die CDU das Ziel aus:
„Co2-neutrale Verwaltung in Grömitz“ energieeffizient, emissionsarm und umweltfreundlich

Nationalpark Ostsee
Seitens der Landesregierung ist geplant, einen „Nationalpark Ostsee“ einzurichten. Er baut auf den bereits bestehenden Schutzräumen mit dem Ziel auf, den wertvollen Lebensraum Ostsee besser zu schützen. Dabei können auch Nullnutzungszonen eingerichtet werden. Die Gemeinde Grömitz ist nach den derzeit bestehenden Plänen nicht betroffen; die Überlegungen beginnen aber bereits ab Kellenhusen und dann nach Norden. Den Naturschutzgedanken unterstützen wir, eine Beeinträchtigung der bestehenden touristischen Nutzung, z.B. für Wassersport, lehnen wir jedoch ab.

Stabile Gemeindefinanzen

Unser wirtschaftliches Standbein ist der Tourismus. Durch ihn geht es unserer Gemeinde, den Bürgerinnen und Bürgern gut. Gleichzeitig ist er Leitökonomie für viele Gewerbe, die sich um ihn herum angesiedelt haben und sichere Arbeitsplätze bieten. Für uns als CDU ergibt sich hieraus der Auftrag, unseren Wirtschaftsstandort qualitativ auszubauen und Chancen für die kommenden Generationen zu eröffnen.

Wir haben gemeinsam viel erreicht und wollen uns nachhaltig weiter entwickeln. Unsere Marke

„Grömitz – Bad an der Sonnenseite“

ist bundesweit bekannt. Wir als CDU sehen das in den vergangenen zwei Jahren entwickelte Ortsentwicklungskonzept als Grundlage für das Programm „Nachhaltige Gemeinde 2030“

Tourismus aktuell
Ende Dezember 2022 wurde mit nahezu 1,9 Mio. Übernachtungen ein neuer Rekordwert erzielt. Erfreulich sind die Zunahmen in der Nebensaison, allerdings ging die Zahl der Tagesgäste zurück. Sorgen bereiten die allgemeinen Kostensteigerungen verbunden mit Sparmaßnahmen von Gästen im Urlaub und der Personalmangel in vielen Betrieben. So viele tageweise geschlossene Betriebe haben wir im Hochsommer noch nie gesehen.

Gibt es nachhaltigen Tourismus?
Natürlich ist Tourismus immer auch mit Klimafolgen und Ressourcenverbrauch verbunden – wie jede wirtschaftliche Aktivität. Nachhaltiger Tourismus berück-sichtigt deshalb seine gegenwärtigen und zukünftigen ökonomischen, sozialen und ökologischen Auswirkungen auf die Gesellschaft und integriert die Bedürfnisse der Gäste, der Unternehmen, der Umwelt und der Einheimischen. Die Tourismus¬strategie Schleswig-Holstein baut auf diesem Ansatz auf. Wir als CDU stehen dafür, Konzepte für die Umsetzung zu erarbeiten und zu unterstützen.

Tourismusstrategie „Grömitz 2030“: Klasse statt Masse
Mehr Aufenthaltsqualität für Gäste und Einheimische zu jeder Jahreszeit. „Höher, größer, mehr“ ist kein Leitziel der zukünftigen Entwicklung aus Sicht der CDU, vielmehr steht eine nachhaltige, authentische und regionaltypische Fortentwicklung mit Augenmaß im Fokus der Entscheidungen.

  • Ausbau von Grömitz zur Ganzjahresdestination mit ganzjährigen Angeboten und Aktivitäten
  • Deshalb mehr Hotelbetten und Stopp bei Ferienwohnungen

Viele Projekte des bestehenden Infrastrukturkonzeptes wurden bereits abge-schlossen, wie z.B. die Attraktivierung der Seebrücke oder der Bau eines Wohn-mobil¬platzes durch private Investoren. Andere Projekte sind in der Umsetzungs- bzw. Planungs¬phase, z.B.:

  • Fertigstellung des Dünenparks
  • Jugendcamp am Lensterstrand
  • Hotel am Yachthafen
  • Neubau des Fischereigebäudes im Yachthafen

Auch die Unterhaltungsmaßnahmen darf man nicht vergessen. So werden jetzt auf CDU-Antrag an der Promenade die Strandzugänge für 450 T€ auf Vordermann gebracht.
Alle gemeindlichen Maßnahmen im Tourismus dienen dazu, den Ganzjahresbetrieb auszubauen und damit Impulse für private Investoren zu setzen, sich in Grömitz zu engagieren: In Grömitz lohnt es sich, die eigenen Ideen umzusetzen!
Der Trampolinpark Easyjump, das Restaurant Ahoi, das Riesenrad (2023 für drei Monate) u.v.a. Projekte bestätigen das Konzept.

Mehrwert im Urlaub
Geführte Fahrradtouren, Bernsteinwanderungen, Obst Pflücken, Kulturveranstaltungen u.v.a.m. sind Aktivitäten oder Empfehlungen des Tourismusservice für unsere Gäste; natürlich auch für Einheimische nutzbar. Nachhaltige Urlaubsaktivitäten werden von den Gästen gefordert. Wir freuen uns, dass der Tourismusservice diese Angebote entwickelt und unterstützen ihn dabei.

Mitarbeitergewinnung
Ganzjährige gut bezahlte Arbeitsplätze, bezahlbarer Wohnraum, ein attraktives soziales Umfeld sind zwingende Voraussetzungen zur Anwerbung ortsfremden Personals. Unser Programm sieht alle Gesichtspunkte vor und muss umgesetzt werden.

Der Dünenpark geht Online

DLRG Unterkunftsgebäude Ende März 23

DLRG Unterkunftsgebäude Ende März 23

Der jetzige Dünenpark war einmal mit dem Freibadgelände, dem Spielcenter, dem Restaurant, dem Bierfass ein beliebter Anlaufpunkt in Grömitz. Die Objekte waren „in die Jahre gekommen“. Jetzt geht es voran! Das DLRG-Gebäude „Surf Rescue Club“ wird im April 2023 eröffnen. Außerhalb der Badesaison wird das Gebäude als Hostel Paare, Familien und Gruppen ansprechen – und das ganzjährig: ein weiterer wichtiger Schritt im Ortsentwicklungskonzept.
Die Shop-Gebäude sollen im Frühjahr 2023 teileröffnet werden; mit ersten Betreibern wurden Verträge geschlossen.
Der Bau des Beach-Clubs hat sich verzögert, weil wir die Angebote der Investoren nicht akzeptiert haben! Jetzt errichtet der Tourismusservice das Gebäude. Ein Betreiber, der zu kostendeckenden Konditionen das Gebäude pachtet, wurde bereits gefunden.
Das Konzept des Multifunktionsgebäudes Dünenwelt wurde überarbeitet und an das ursprüngliche Anliegen, ganzjährig einen witterungsunabhängigen Treffpunkt für Kinder, Jugendliche und Eltern zu schaffen, angepasst. Zusätzlich wird jetzt auch eine Bowlingbahn erstellt. Wir hoffen auf eine Landesförderung von 70%. Natürlich steht das Angebot allen Grömitzern offen. Und: Im Veranstaltungsraum sollen auch Discoabende durchgeführt werden!

Zukunftskonzept Lensterstrand
Die Maßnahmen aus 2012 mit den Investitionen in Spielplätze, Café, Touristinformation, Kletterpark etc, haben dem Lensterstrand neues Selbstvertrauen gegeben. Jetzt ist es Zeit die nächsten Schritte in eine für den Lensterstrand passende Zukunft zu gehen. Die CDU setzt sich für den Lensterstrand u. a. für eine Neuausrichtung und Modernisierung des Jugendtourismus, ein verbessertes Verkehrskonzept mit ausgebautem Shuttleservice, Verbesserung des Strandes und der Strandzuwegungen, verbesserte Infrastruktur inkl. fußläufiger sicherer Erreichbarkeit, einen neuen Wohnmobilstellplatz und passender, naturnaher Entwicklung von Unterkunfts- und Freizeitangeboten ein.
Das Jugendcamp am Lensterstrand entspricht nicht mehr den Vorstellungen, die Jugendliche heute an einen Campurlaub stellen. Vom Betreiber wurde ein über-zeugendes Fortführungskonzept erstellt. Nachdem ein starker Kooperations-Partner für das Jugendcamp gefunden wurde, ist die Bauleitplanung erfolgt, um die rechtlichen Voraussetzungen für die neue Konzeption zu schaffen. Jetzt ist der zukünftige Betreiber am Zug. Mit den Bauarbeiten für ein attraktives neues Angebot in Grömitz kann zügig begonnen werden.

Hotel am Yachthafen
Zum Ausbau des Ganzjahrestourismus soll oberhalb des Yachthafens ein 4-Sterne+ Hotel entstehen. Das sind unsere Vorstellungen:

  • Ein ganzjährig geöffnetes hochwertiges Hotel
  • mit öffentlichen Gastronomie- und Wellnessangeboten.
  • ausreichenden Parkplätzen auf dem Hotelgelände
  • Mit der Lage am Ortsrand eine geringe Verkehrsbelastung
  • Erstellung von hoteleigenen Mitarbeiterwohnungen auf dem Hotelgelände

Veranstaltungen in der Nebensaison
Die CDU Grömitz möchte für die Zeit von Oktober bis April das Angebot an Veran-staltungen und Aktivitäten erweitern und qualitativ verbessern. Das Programm soll authentisch sein und das gesamte Gemeindegebiet berücksichtigen. Die Vermarktung des touristischen Angebotes sollte zielgerichtet die ruhigere Jahreszeit in den Fokus nehmen, hier gilt es Kapazitäten zu erweitern, zu entwickeln und zu schaffen. Die CDU spricht sich für Wachstum und Entwicklung in den Herbst-, Winter- und Frühjahrsmonaten und für Entlastung in der Hochsaison aus.

Grömitz als Gewerbestandort

Um unsere Leitbranche, dem Tourismus, herum haben sich viele Gewerbe weiter entwickelt und/oder neu angesiedelt und bieten attraktive Arbeitsplätze an: Einzelhandel, Hausverwaltungen, Makler, Handwerksbetriebe, Yacht¬hafenservice, Landwirte mit neuen Betriebs¬zwei¬gen (Hofverkauf, regionale Produkte, Hofcafe), Beratungsunternehmen u.a.m..
Das Gewerbegebiet ist mittlerweile ausgebucht. Wir treten dafür ein, neue Gewerbe¬flächen auszuweisen, um Betriebe zu halten und neue anzuwerben.

Nachhaltige Finanzen
Das Kreditvolumen des gemeindlichen Haushaltes betrug Ende 2022 4,4 Mio. €. Für weitere Vorhaben sind 20,9 Mio. € eingeplant worden. Wenn alle Projekte des gemeindlichen Haushalts wie geplant abgewickelt werden, wird sich Ende 2023 das Kreditvolumen auf 25 Mio. € erhöhen! Dabei ist noch nicht berücksichtigt, dass die eingeplanten Mittel wegen der Kostensteigerungen z.T. erheblich überschritten werden. Noch nicht eingeplant sind Schulen, Kindertagesstätten u.a.. Den Investitionen des gemeindlichen Haushaltes (Straßen, Schulen und Kindergärten, Feuerwehr, Sporteinrichtungen, Rathaus, u.a.m.) stehen keine oder nur geringe Einnahmen gegenüber. Dies verhält sich im Tourismusservice anders. Das Darlehensvolumen beläuft sich auf ca 30 Mio. €. Der Yachthafen, die Parkplätze, die Strandhalle, auch die Welle und zukünftig der Dünenpark erwirtschaften Erlöse, die z.T. die Investitionskosten decken.
Aber: Insgesamt 55 Mio. € müssen schon jetzt refinanziert werden – mit den in Planung befindlichen Projekten sind es mehr als 100 Mio. €, und nichts ist unwichtig!
Mit unserer wirtschaftlichen Grundlage, dem Tourismus, können wir die hoheitlichen Aufgaben finanzieren und die Kredite bedienen. Neben Bundes- und Landesmitteln sowie Beiträgen der Bürgerinnen und Bürger sind es z.B. über 3 Mio. € aus der Gewerbesteuer und 1,1 Mio. € aus der Fremdenverkehrsabgabe, die erfolgsabhängig von den Grömitzer Unternehmen in den Haushalt fließen. Das ist jedoch keine Selbstverständlichkeit! Eine nachhaltige Finanzpolitik muss stets auch die Auswirkungen auf nachfolgende Generationen beachten: Sie müssen das bezahlen, was heute beschlossen wird! Ab 2024 wird das gemeindliche Rechnungswesen auf Doppik umgestellt, was dem in der Wirtschaft üblichen Verfahren entspricht. Damit einhergehend wird von der Kommunalaufsicht gefordert, dass alle Investitionsvorhaben periodengerecht abgebildet werden, so dass wirtschaftlicher Erfolg und der Finanzmittelverbrauch jederzeit abgeleitet werden können. Kreditzinsen, Abschreibungen bzw. Tilgungen, Unterhaltungskosten, u.a. müssen über die Laufzeit dargestellt werden. Erst dann wird klar, ob eine Investition in Zukunft noch refinanzierbar ist!
Können wir uns das alles leisten? Ja wir können es, wenn wir weiterhin verantwortungsbewusst und sparsam mit unseren Mitteln umgehen und die Belastung zukünftiger Generationen im Auge behalten.

Tourismusakzeptanz in der Gemeinde

Die Entwicklung der vergangenen Jahre mit starker Zunahme der Übernachtungen, zeitweiser Überfüllung, massivem Zubau von Zweitwohnungen stellt uns vor neue Herausforderungen. Die Tourismusstudie aus 2020 und 2022 stellt als ein Ergebnis heraus, dass die Einwohner mehrheitlich den Tourismus positiv sehen, die zeitweise Überfüllung des Ortes, der Entzug von Wohnraum durch Wandlung in Ferienwohnungen und das Verkehrsproblem sie jedoch persönlich negativ berühren.
Hier gilt es, gegenzusteuern und die ungeplante Zunahme von Ferienwohnungen zu begrenzen bzw. zu verhindern

Qualität statt Masse

  • Das Ganzjahresangebot soll sich qualitativ weiter entwickeln. Deshalb setzen wir uns für Beherbergungsbetriebe mit ganzheitlichem Angebot (Gastronomie, Wellness, etc.) ein.
  • In der Hochsaison stoßen wir an Grenzen. Wir brauchen keine weiteren Renditeobjekte, die lediglich im Hochsommer den Tourismus stärken, ansonsten aber leer stehen. Deshalb beschränken wir die Umwandlungen von Einfamilienhausgrundstücken in Apartmenthäuser in den B-Plänen ebenso, wie die Aufteilung von Gebäuden in Eigentumswohnungen. Dazu wurden in den vergangenen Jahren viele B-Pläne überarbeitet.
  • Landeinwärts der B 501 werden Ferienwohnungen nur untergeordnet zur Finanzierung des Eigenheimbaus für Grömitzer Familien zugelassen.
  • Wo immer rechtlich möglich, bestehen wir auf Mietwohnungsbau mit Sozialanteil und untersagen Zweitwohnungsbau; Ferienwohnungen werden nur untergeordnet zugelassen.
  • Jede Wohnung muss entsprechende PKW-Parkflächen und Fahrradstellplätze auf dem Grundstück nachweisen. Die Abgeltung über Flächen z.B. auf dem Großraumparkplatz ist eingeschränkt worden. Dies sieht die neue Stellplatzverordnung vor. Sie wurde strenger verfasst, als es die Empfehlungen des Landes vorsehen!

Unberechtigte Ferienwohnungsvermietung
Jede Ferienwohnungsvermietung muss vom Kreis genehmigt sein. Dies ist in vielen Fällen nicht der Fall. Wir wollen, dass über das Vermietungsportal des Tourismusservice nur noch zugelassene Wohnungen angeboten werden und unberechtigte Vermietungen verfolgt werden.

Kontrolle
Die Verwaltung muss die Vorgaben auch kontrollieren und ggf. auch ahnden. Die Themen „nicht zugelassene Ferienwohnungsvermietung“, „Hinterziehung von Kurabgabe und Tourismusabgabe“, „Nichteinziehung von Grundsteuer B“, „Überwachung der Genehmigungsvorbehalte in den B-Plänen“, „Grundbucheintragungen mit Sanktionsvorbehalt“ müssen seitens der Verwaltung mit Vor-Ort-Kontrollen offensiv angegangen werden. Nur so kann das ungeregelte Wachstum an Ferienwohnungen begrenzt werden.